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Festpreis berechnen

Umzug planen: Was Sie wann erledigen sollten

Die meisten Umzüge werden nicht am Umzugstag stressig, sondern in den zwei Wochen davor. Mit diesem Zeitplan verteilen Sie die Arbeit so, dass am Ende kaum etwas übrig bleibt.

4 Minuten Lesezeit

Wohnung mitten im Umzug mit gestapelten Kartons, Stühlen und Luftpolsterfolie

Wir haben in über zwanzig Jahren eine Menge Umzugstage erlebt. Die entspannten haben eines gemeinsam: Die Leute haben früh angefangen. Nicht mit dem Packen, sondern mit den Dingen, die Vorlauf brauchen. Kündigung, Termine, Anträge. Das Packen selbst ist dann fast Nebensache.

Hier ist der Zeitplan, den wir unseren Kunden mitgeben. Er geht von acht Wochen aus. Wenn Sie weniger Zeit haben, fangen Sie einfach weiter unten an und erledigen das Übersprungene parallel.

Acht Wochen vorher: die Weichen stellen

Falls noch nicht geschehen: die alte Wohnung kündigen. Für Mieter gilt in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten, die Kündigung muss schriftlich und unterschrieben beim Vermieter eingehen. Eine E-Mail reicht nicht. Wer das zu spät erledigt, zahlt am Ende zwei Mieten.

  • Umzugstermin festlegen, idealerweise mit ein paar Tagen Überschneidung zwischen alter und neuer Wohnung
  • Angebote von Umzugsfirmen einholen, mit Besichtigung vor Ort oder per Video
  • Arbeitgeber fragen, ob es für den Umzug einen freien Tag gibt
  • Bei Kindern: Kita oder Schule am neuen Wohnort anmelden
  • Grundriss der neuen Wohnung besorgen und überlegen, welche Möbel wohin kommen
Aus der Praxis

Messen Sie in der neuen Wohnung jetzt schon die Nischen, Türen und das Treppenhaus. Wer erst am Umzugstag merkt, dass der Kleiderschrank zehn Zentimeter zu hoch ist, hat ein Problem, das sich nicht mehr in Ruhe lösen lässt.

Sechs Wochen vorher: Auftrag erteilen und ausmisten

Vergleichen Sie die Angebote nicht nur nach dem Endpreis. Wie Sie das richtig machen, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben: Umzugsangebote richtig vergleichen. Ist die Entscheidung gefallen, beauftragen Sie die Firma schriftlich.

Jetzt ist auch die beste Zeit zum Ausmisten. Nicht am Abend vor dem Umzug, wenn man aus Erschöpfung alles einpackt, sondern jetzt, mit klarem Kopf. Gehen Sie Raum für Raum durch und machen Sie drei Stapel: mitnehmen, verkaufen oder verschenken, wegwerfen. Alles, was nicht umzieht, spart Geld, denn Umzugspreise richten sich nach der Menge.

  • Möbel und Dinge, die nicht mitkommen, über Kleinanzeigen oder an Bekannte abgeben
  • Sperrmüll anmelden oder zum Wertstoffhof bringen
  • Keller, Dachboden und Garage nicht vergessen

Vier Wochen vorher: Anträge und Verträge

Jetzt wird es bürokratisch, aber nur kurz.

  • Halteverbotszone beantragen. In Ludwigshafen bittet die Stadt um rund drei Wochen Vorlauf. Wenn Ihre Umzugsfirma das übernimmt, klären Sie das jetzt.
  • Nachsendeauftrag bei der Post einrichten, am besten für sechs bis zwölf Monate.
  • Strom, Gas, Internet: Verträge kündigen oder ummelden. Internetanschlüsse brauchen oft zwei bis drei Wochen Vorlauf für die Schaltung.
  • Versicherungen über die neue Adresse informieren, vor allem die Hausratversicherung. Die neue Wohnung ist in der Übergangszeit meist mitversichert.
  • Umzugskartons besorgen. Rechnen Sie mit knapp zwei Kartons je Kubikmeter Umzugsgut, für eine Dreizimmerwohnung also 50 bis 60.

Zwei Wochen vorher: packen, was nicht gebraucht wird

Beginnen Sie mit allem, was Sie bis zum Umzug sicher nicht brauchen: Bücher, Deko, Saisonkleidung, Keller. Die Küche und das Bad kommen zuletzt. Einige Regeln, die sich bewährt haben:

  1. Schweres in kleine Kartons, Leichtes in große. Ein Bücherkarton sollte nicht mehr als 20 Kilo wiegen.
  2. Teller hochkant stellen, nicht flach stapeln. Sie halten so deutlich mehr aus.
  3. Jeden Karton auf zwei Seiten beschriften: Raum in der neuen Wohnung und grober Inhalt.
  4. Hohlräume ausfüllen. Ein Karton, in dem es klappert, ist ein Karton, in dem bald etwas zerbricht.
  5. Schrauben von zerlegten Möbeln in einen beschrifteten Beutel und diesen mit Klebeband ans Möbelstück.

Eine Woche vorher: die letzten Vorbereitungen

  • Kühlschrank und Gefriertruhe leer essen und einen Tag vorher abtauen
  • Waschmaschine leer laufen lassen und Transportsicherung einsetzen, falls vorhanden
  • Pflanzen gießen und für den Transport vorbereiten
  • Eine Kiste für die erste Nacht packen: Bettzeug, Handtücher, Ladekabel, Medikamente, Kaffee, Toilettenpapier, Werkzeug
  • Wertsachen und wichtige Dokumente separat und selbst transportieren
  • Termin für die Wohnungsübergabe mit dem Vermieter festlegen

Der Umzugstag

Wenn bis hierhin alles erledigt ist, wird der Tag selbst überraschend ruhig. Ihre Aufgabe ist vor allem, Ansprechpartner zu sein. Sagen Sie dem Team morgens, was empfindlich ist, und seien Sie in der neuen Wohnung da, um zu zeigen, wo was hinkommt.

  • Zählerstände in alter und neuer Wohnung fotografieren: Strom, Gas, Wasser
  • Bei der Übergabe ein Protokoll mit dem Vermieter machen, Mängel mit Fotos festhalten
  • Alle Schlüssel übergeben und die Übergabe quittieren lassen
  • Für das Umzugsteam Getränke bereitstellen. Erwartet wird es nicht, gefreut wird sich trotzdem.

Nach dem Umzug: Ummelden und aufräumen

Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug müssen Sie sich beim Bürgerbüro am neuen Wohnort anmelden. Dafür brauchen Sie die Wohnungsgeberbestätigung Ihres neuen Vermieters. In Ludwigshafen vereinbaren Sie den Termin am besten online, weil spontane Termine rar sind.

  • Fahrzeugpapiere ändern lassen, bei einem Umzug über den Rhein nach Mannheim auch in einem anderen Bundesland
  • Rundfunkbeitrag, Bank, Krankenkasse und Arbeitgeber über die neue Adresse informieren
  • Rechnung der Umzugsfirma für die Steuererklärung aufheben
  • Schäden innerhalb von 14 Tagen schriftlich bei der Umzugsfirma melden

Was rechtlich rund um den Umzug gilt, von der Kündigung bis zur Haftung, haben wir im Beitrag Umzug und Recht zusammengefasst.

Geschrieben vom Team von Hager Umzüge in Ludwigshafen-Süd. Wir planen und fahren seit 2003 Umzüge in der Vorderpfalz und schreiben hier auf, was wir dabei lernen.

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